Richtiges Rudern beginnt im Vierer

…und was darunter ist, das ist was für die Ersatzleute. Kein Geringerer als Dr. Wolfgang Fritsch prägte diesen Ausspruch anlässlich des Stegausbilderlehrgangs am Sonntag dem 15. April. Allerdings muss man den Satz im richtigen Zusammenhang lesen. So ist die Ruderausbildung im Einer immer noch ein ganz wichtiges Element, um individuelle Fehler sofort zu erkennen. Richtig spannend werde es aber erst ab dem Vierer, wenn man Rudern als Mannschaftsport begreife und an Harmonie und Rhythmus im Boot gearbeitet werden müsse.

Insgesamt 20 Lehrgangsteilnehmer, darunter 7 Mitglieder des RVE, ließen sich die Chance nicht entgehen, sonntags zu früher Stunde die Grundzüge der Ruderausbildung vom namhaften Sportpädagogen Wolfgang Fritsch nahe bringen zu lassen. Besonders erfreulich war, dass viele junge Gesichter der Einladung des Landesruderverbands gefolgt waren, sich als Ausbilder schulen zu lassen. Fritsch legte eindrucksvoll den Werdegang der Ruderausbildung dar, beginnend im 19. Jahrhundert mit Schülervereinen und Trockenübungen auf Holzböcken und weiter über die Ruderlegende Karl Adam bis hin zu den heutigen modernen Methoden. Neben der Theorie kam für die Teilnehmer auch die Praxis nicht zu kurz. Sie nutzten die Gelegenheit, unter Beobachtung selbst in die Skulls zu greifen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden die Videoaufnahmen analysiert, um somit jedem ein Feintuning der eigenen Technik zu ermöglichen. Die Veranstaltung stieß bei den Teilnehmern durchweg auf ein sehr positives Echo.


Viele junge Ruderinnen und Ruderer nahmen am Lehrgang teil


Lukas Wüsteney (rechts) und Thorben Gähr (links im E. Engel) werden in Zukunft im RVE die Ruderausbildung unterstützen


Zwischen den vielen jungen Gesichtern gab es auch einzelne ältere Lehrgangsteilnehmer


Unter den Augen von Wolfgang Fritsch lernen die Teilnehmer wichtige Details zum passenden Ruderstil

Bericht und Foto: Frank Gähr